29 Sep

Fürbitte des Blutes

Ein Stoßgebet aus dem Buche “Die Gebete der ehrenhaften Zwerge des Moradin” von Glangrim Ehrenlangbart

Großer Erwecker, edler Schöpfer!
Höchste Not, tiefster Kummer!
Der Tod trachtet nach dem Leben, wir können’s ihm nicht geben!
Stoppe das Zehren, stoppe das Leid!
Erhalte diesen Freund, nicht für immer, aber für den Augenblick!

20 Sep

Warum ich als linker Bürger Innsbrucks FÜR die Olympischen Winterspiele in Tirol bin

In einem Europa, welches mit sich selber hadert, die Menschenrechte nun doch ein zuschränken, oder doch progressiv nach vorne zu blicken und endlich zu erkennen, dass alle Menschen gleichwertig sind, ist es enorm wichtig Standpunkte zu formulieren und zu setzen. Wir müssen uns alle fragen, was wir in Olympischen Spielen sehen. Und wir müssen herunterbrechen, was sie wirklich für uns bedeuten.

Die Olympischen Spiele wurden auf Anregung von Coubertin Ende des 19. Jahrhudnerts wiederbelebt und sollten für folgende Ideologie stehen:

  • Internationale Verständigung und Überwindung nationaler Egoismen
  • Frieden – die “Jugend der Welt” solle sich bei sportlichen Wettkämpfen messen und nicht auf den Schlachtfeldern bekämpfen

Gerade heute im neutralen Österreich, welches sich zusehends in eine Richtung entwickelt, die sich gegen Humanismus und Vernunft stellt, wäre es ungemein wichtig die Bevölkerung zu (ver)einen und hinter den Olympischen Gedanken zu stellen. Leider passiert genau das Gegenteil. Die Ohnehin schon durch die “Flüchtlingskrise” entzweite Gesellschaft in Tirol hat nun eine weitere Schwarz-Weiß Entscheidung zu treffen.

Olympische Spiele symbolisieren, wie kaum andere Großereignisse, den Fortschritt eines Landes. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es die Pflicht eines 1. Welt Landes ist, Spiele auszurichten. Der Ideologische Wert ist kaum mit Euro aufzuwiegen. Internationale Sportereignisse gehören zu den kulturell wichtigsten Leistungen eines Völkerbundes und jede Nation kann und soll hier ihren Beitrag leisten.

Sehen wir uns aber kurz die Gegenargumente von NOLYMPIA an:

  • Nein zu Kosten in Milliardenhöhe!
  • Nein zu Megabaustellen!
  • Nein zu steigenden Wohnkosten!
  • Nein zu Verkehrs- und Sicherheitschaos!
  • Nein zu IOC-Korruption!

Fangen wir bei den Kosten an: Laut Machbarkeitsstudie für Olympia 2026 belaufen sich die Kosten auf 1,175 Mrd. Euro. Weiters heißt es:

Diese können mit den ebenfalls konservativ geschätzten Einnahmen in der gleichen Höhe – ohne öffentliche Zuschüsse – gedeckt werden. Entsprechende Sicherheitsreserven sind bei den Ausgaben miteinberechnet.

Nun prangert die KPÖ an:

Bei den Gesamtkosten wurden der Bau des Olympiadorfes und die Sicherheitskosten ausgeklammert um billige Winterspiele zu suggerieren.

Leider wird hier nicht näher darauf eingegangen. [Update vom 30.09.] Sehe ich mir nun jedoch die Zahlen an, welche die Machbarkeitsstudie zeigt, sehe ich, dass zumindest die Sicherheitskosten gedeckt sein dürften. “300 Mio. EUR: Durchführung der Sportveranstaltungen inkl. Unterkunft, Verpflegung, Logistik, Sicherheit, Transport” Wie mir mitgeteilt wurde, sind die Kosten für die öffentliche Sicherheit mit ca. 500 Millionen Euro beziffert und nicht in der Machbarkeitsstudie berücksichtigt. StR Gruber äußerte das in einer der Informationsveranstaltungen zur Abstimmung. [Update Ende]
Zum Thema Bau des Olympiadorfes findet sich auf der Seite der Gegner ebenfalls nichts konkretes, während folgendes von den Befürwortern propagiert wird:

Die Entwicklung des Olympischen Dorfs greift auf ein bestehendes städtebauliches Projekt zurück.

und

  • Das Projekt basiert auf einer bestehenden Planung und steht im Einklang mit der langfristigen Stadtentwicklungspolitik.
  • Die Entwicklung des Standortes ist als Innenentwicklungsmaßnahme dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet. Die Umwidmung der Bahnfläche zu Wohnraum erfordert keine zusätzliche Flächenversiegelung.

Zwar auch nicht sehr konkret, aber ich bin sicher, man könnte Einsicht in dieses städtebauliche Projekt nehmen. Das heißt für mich: Ein Wohnbauprojekt ist ohnehin geplant und Olympia würde dies beschleunigen und subventionieren. Bei den derzeitigen Wohnungspreisen in Innsbruck ein sehr willkommenes Projekt, nicht? Da kommt aber auch schon das Gegenargument: a) Megabauprojekt und b) steigende Wohnkosten. Beide Argumente kann ich nicht nachvollziehen! Was ist an diesem großen Bauprojekt schlecht? Es schafft Arbeitsplätze, es schafft Wohnraum. Innsbruck ist ständig mit (Klein-) Baustellen zugepflastert. Eine große Baustelle hat den Vorteil, dass sie sich auf ein Gebiet konzentriert. Und das am Frachtenbahnhof – wo sowieso gebaut werden soll. Nun zum Thema Wohnkosten… Wohnkosten steigen nicht wegen Olympia – sie steigen, weil Innsbruck es versäumt hat den ach so tollen freien Markt bei den Wohnkosten zu regulieren. Wohnkosten steigen, weil die Stadt zu wenig Wohnungen besitzt und es zu viele kleine Vermieter gibt. Wohnkosten steigen, weil der Markt eben nicht dazu gedacht ist, Grundbedürfnisse zu regeln, sondern das der Staat bzw. die Stadt übernehmen muss. In den olympischen Dörfern (“Die Olympischen Dörfer für die Olympischen Winterspiele 1964 und die Olympischen Winterspiele 1976 wurden direkt nebeneinander errichtet und werden heute nicht mehr unterschieden.” siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Olympisches_Dorf_(Innsbruck)) in Innsbruck wohnen knapp 7000 Menschen. Wo würden diese wohl unterkommen, hätte man die Olympischen Dörfer nicht gebaut? Hätte sich Innsbruck in den 60er und 70er gesagt: Ach komm, lass uns mal einfach so 150+ Gebäude bauen? Wohl eher nicht. Da die Wohnungen am Frachtenbahnhof allerdings schon in Planung sind, kann ich dieses Argument wohl nicht verwenden. Dennoch bin ich der Ansicht, dass Olympia 2026 den Bau der Wohnungen begünstigt und beschleunigt.

Kommen wir zum Thema Transport und Sicherheit. Beides wird während der Olympischen Spiele vermehrt eine Rolle spielen. Beides ist jedoch jetzt schon in einem Zustand, der angepackt werden muss. Hier hoffe ich, dass die Spiele den Ausschlag geben, dass sich Innsbruck und Tirol als gesamtes mit öffentlichem Verkehr mehr und besser auseinander setzt. Die Problematik mit der Sicherheit sehe ich generell in der ersten Welt verwurzelt und hier werden die Spiele keine Besserung bringen und die Entwicklung in Tirol bezüglich Überwachung erheblich beschleunigen. Hier ist es auch wichtig wie wir uns als Gastgeber präsentieren. Sind wir eine offene Gesellschaft, die es zulässt, dass auch fremde Gedanken mit ein wirken? Oder bleiben wir das stolze, eigenwillige Bergvolk, das auch mal gern gegen Ausländer hetzt? Bauen wir auf Vertrauen gegenüber den eingeladenen Gästen, oder kontrollieren wir auch ihre Schuhe bei jedem Einlass? Bei der YOG 2008 war ich selber ein Volunteer und konnte hinter die Kulissen blicken. Hier hatte niemand Angst vor Terror oder Gewalt – wir wussten alle, dass die größte Gefahr betrunkene Studenten sind – ein “Klientel”, mit dem ich mich auch gut identifizieren kann. Warum sollte das 2026 anders sein? Wenn wir mit einer positiven Grundhaltung an das Sicherheitskonzept herangehen würden, wären die Spiele bereits gesichert. Ich weiß allerdings, dass das nicht passieren wird und Tirol wird zur militarisierten Zone werden. Das ist meiner Ansicht nach das größte Gegenargument gegen diese Olympischen Spiele. Ist das jedoch der Todesschlag für die Winterspiele? Nein. Ganz einfach deshalb, weil jedes Großereignis derzeit dieses Problem mit sich zieht. Auch hier sind nicht die Olympischen Spiele das Problem, sondern die Gesellschaft, die sich nur allzu einfach diktatorische Sicherheitsmechanismen aufzwingen lässt. Vielleicht müssen die Tirolerinnen und Tiroler auch mal sehen, was es wirklich heißt, total überwacht zu werden und nicht nur über andere schmunzeln, denen das passiert.

Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

Zu guter Letzt das Argument der Korruption. Sehr wahr und ein Problem des Systems, nicht der Spiele an sich. Das IOC (das Komitee) ist auch dann korrupt, wenn wir die Spiele nicht abhalten. In diesem Fall können wir aber zumindest versuchen so viel Steuergelder wie möglich von den Spielen abzuschöpfen.

Ein Gegenargument, das ich zuerst bei der Liste Fritz gehört habe, war, dass es bereits 2 Volksabstimmungen zum Thema Olympische Winterspiele gab. Das ist wahr und zugegebener Maßen wusste ich das nicht. Deshalb habe ich mich mal informiert. Diese beiden Abstimmungen waren 1993 und 1997. Ich denke, das sagt schon genug aus. Nach 20 Jahren darf man die selbe Frage ruhig nochmal stellen – es haben sich doch wesentliche Fakten von damals zu heute geändert. Auch die KPÖ weißt darauf hin.

Sehen wir uns aber mal die gesetzliche Lage der Volksbefragung an. Die Volksbefragung ist Tirol-weit und somit laut KPÖ nicht rechtsverbindlich. Das ist auch richtig (“Im Gegensatz zu einer Volksabstimmung hat das Ergebnis nur empfehlenden Charakter.” siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Volksbefragung_(%C3%96sterreich)) und man findet auf olympia2026.at dazu auch folgenden Satz:

Das Land Tirol und die Stadt Innsbruck sehen sich an die Entscheidung der landesweiten Volksbefragung strikt gebunden.

Inwiefern sich die Politik an das Ergebnis der Volksbefragung hält, bleibt abzuwarten, mir ist aber keine Volksbefragung bekannt, welche die Bevölkerung übergangen hätte und ich bin im Glauben, dass dies auch hier nicht passieren wird. Ungerne liese ich mich eines Besseren belehren.

Die NGO “Mehr Demokratie” hat laut FM4 angekündigt die Befragung ohnehin anzufechten. §44 im Tiroler Landesgesetz für die Durchführung einer Wahl stellt klar fest, dass Suggestivfragen nicht Gegenstand einer Volksbefragung sein dürfen. Die Frage müsse “so kurz wie möglich” und “ohne wertende Zusätze” formuliert sein. Ich habe die WAhlkarte bereits und kann bestätigen, dass die Frage, welche gestellt wird, wohl nicht Gesetzeskonform ist:

Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und Paralympische Winterspiele Innsbruck-Tirol 2026 legen?

Prinzipiell ist nicht vorgesehen, dass eine Volksbefragung angefochten werden kann, allerdings gibt es scheinbar ein Gerichtsurteil vom OGH, welches ebendies zugelassen hat. 200 Unterschriften bräuchte man dafür. Das will die NGO “Mehr Demokratie” auch erreichen. Diese fordern ebenso, dass bei einer neuerlichen Volksbefragung viel mehr Aufklärung von beiden Seiten gemacht werden müsse. Pros und Kontras seien klarer hervorzuheben und leichter nachzuvollziehen. Wenn die Volksbefragung nun wirklich angefochten wird, so hoffe ich, dass dies in jedem Fall getan wird, nicht nur in dem Fall, der “Mehr Demokratie” nicht gefällt. Eine Anfechtung kostet jedoch eine erneute Volksbefragung – viel Geld für eine nicht-verbindliche Abstimmung.

[Einschub vom 30.09]
Die Webseite der Initiative zur Anfechtung:
http://tirol.mehr-demokratie.at/de/hier-gehts-zur-unterstuetzungserklaerung-fuer-die-massen-vfgh-beschwerde-gegen-die-manipulative
[Einschub Ende]

Zusammenfassend stimme ich für die Bewerbung zu den Olympischen Winterspielen (das heißt nämlich noch nicht, dass wir sie auch austragen können), weil ich der Meinung bin, dass Olympische Spiele für ideologische Werte stehen, die wir in diesen Zeiten brauchen, wie Friede, Völkerverständigung und sportlichem Wettkampf. Und weil ich die Gegenargumente nicht den Olympischen Spielen zuschreiben kann, sondern diese Systembedingt (Wohnungsmarkt bzw. fehlende Marktregulierung; Tendenzen zum Überwachungsstaat; Steuerflucht und Korruption) sind. Die Olympischen Spiele sind ein Prestige-Projekt für die Bevölkerung eines der reichsten Länder der Welt. Als Nebeneffekt bringen sie Wohnungen und Arbeitsplätze.

Dass sich Politiker und Unternehmer daran bereichern ist ebenso ein Systemproblem – das würden diese Menschen bei jedem anderen Großprojekt machen – sollen wir deshalb gar keine Projekte mehr finanzieren? Sollen wir Sport und Kultur auf Eis legen, weil sich einige wenige daran bereichern könnten? Das ist Neid! Eine Eigenschaft, die ich bei jedem Menschen verachte.

12 Sep

How I start over with fresh Linux installation

Just setup a new instance in AWS – a redhat installation. I ran the standard installation and connected via SSH then.

When I first get on a system, there are some things I should check out. A good start are things like: What system am I on? As I know, I installed some redhat, I will determine the exact version. Every distribution has it’s own way to store these information, so you might want to google for others, than redhat:

[root@ip-xxx.xxx.xxx.xxx ~]# cat /etc/redhat-release
 Red Hat Enterprise Linux Server release 7.2 (Maipo)

More important might be the kernel version. This is something you should be able to run on most distributions the same way:

[root@ip-xxx.xxx.xxx.xxx ~]# uname -srv
 Linux 3.10.0-327.el7.x86_64 #1 SMP Thu Oct 29 17:29:29 EDT 2015

So, these are some basic information you can work with.
Especially, if you work with multiple machines, it makes sense to give them hostnames, you can easily identify. Also i don’t like to work on a system, which has some insane combination of digits as a name. Technically seen it does not matter at all, but for overview and documentation reasons (yeah, I recommend documenting your own stuff), setting a meaningful (for you) hostname makes sense.

Step one should be deterimining the hostname:

[root@ip-xxx.xxx.xxx.xxx ~]# hostname -s
 ip-xxx.xxx.xxx.xxx
[root@ip-xxx.xxx.xxx.xxx ~]# hostname -f
 ip-xxx.xxx.xxx.xxx.eu-central-1.compute.internal

Option s gives you the short hostname, option f the full qualified domain name (aka FQDN).
You may change the hostname with the hostname command too. This instantly changes the name without any service restart, etc.

Note that changing the hostname this way will most likely be not permanent (a lot of distributions use a file to set the hostname) and it will flushes the FQDN in this case. The FQDN should be provided by a DNS service – if you want a nice FQDN, without setting up a DNS for your system, you may configure it within your hosts file. For sure this will then only apply to your system. No other system will know the IP for this FQDN. The better way to change the hostname of a current linux system is this:

[root@annuminas ~]# vi /etc/sysconfig/network
 NETWORKING=yes
 NOZEROCONF=yes
 HOSTNAME="annuminas"

So add or change the line containing “HOSTNAME”. As the editor “vi” is installed on every linux i ever worked with, it is good to know how to use this very basic editor. There are several others out there, which are also quite better, faster and easier, but you might have to install them first.

For editing a file with vi, use the above command first. To instert things, just press “i”. The bottom line will change from

 ~
 ~
 "/etc/sysconfig/network" 2L, 220C

to

 ~
 ~
 -- INSERT --

Now you are able to change stuff. Navigate with the arrows and create a new line with hitting “enter”. Add what to add and then press “escape” which brings you back to the “menu” of vi. Write “:wq!” and hit enter again. This will save the changes (w for write), quit (q) and force it, if you override an existing file.

As this does not instantly change the hostname, you’ll have to restart the network:

[root@annuminas ~]# /etc/init.d/network restart
 Restarting network (via systemctl): [ OK ]

In both cases, you will have to log out and back in to see the change in the command line.

Next I would check the time:

[root@annuminas ~]# date
 Fri Mar 18 08:25:00 EDT 2016

In my case the timezone is incorrect, so I’ll need to change that.

First I’ll check out, which timezones are available. As I am located in Innsbruck, we usually refer to Vienna in timezones.

[root@annuminas ~]# timedatectl list-timezones |grep Vienna
 Europe/Vienna

Timedatectl works for redhat 7 (a reason, why I determined first, which version is running). As with everything in Linux, there are hundred ways to do things and google is full of it.

[root@annuminas ~]# timedatectl set-timezone Europe/Vienna
[root@annuminas ~]# date
 Fri Mar 18 16:33:23 CET 2016